Alles für die Fische

Von Bettina Rühl · · 2026/Jul-Aug
© Bettina Rühl
Die Gewässer vor Mauretaniens Küste gehören zu den reichsten Fischgründen der Welt. Wer darf wieviel fangen  – und wer kontrolliert das? An Bord des Überwachungsschiffs Arguin zeigt sich, wie fragil das Gleichgewicht ist. Ablegemanöver im Hafen von Nouadhibou im Norden Mauretaniens. Für das 54 Meter lange Überwachungsschiff Arguin ist zum Wenden wenig Platz. Kommandant Sidi Hababa ist konzentriert bei der Sache. Dann nimmt die Arguin Kurs auf das offene Meer. Ihre Aufgabe: „Die Überwachung der Seegrenzen und der Fischerei“, wie Kommandant Hababa erklärt. Die Gewässer vor der Küste des westafrikanischen Staates gehören zu den fischreichsten der Welt. Es gibt große Bestände an Sardinen, Makrelen, Seehecht und anderen Fischen. Das lockt Fischereiflotten aus aller Welt an, darunter aus China, Europa, Russland und der Türkei. Lizenzen für ausländische Flotten, aber auch die Fischerei, bringen dem Wüstenstaat Mauretanien viel Geld. Nach den jüngsten Zahlen von 2023 trug der Sektor 20 Prozent aller Exporteinnahmen ...

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